Im Rahmen der Woche des Gedenkens: Film und Gespräch: Lebendig weitertragen

 Die Veranstaltung musste auf den 14. März verlegt werden!!!

Der 25minütige Film befasst sich mit der Frage, wie ein Erinnern ohne Zeitzeugen in Zukunft aussehen könnte. Nach der Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit der anwesenden Regisseurin Stefanie Ritter.

Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf & Stadtteilarchiv Eppendorf

Eintritt: frei, Spenden willkommen

Im Rahmen der Woche des Gedenkens: Resilienz – Ein Film über Hans Gaertner

Der Film wurde an den Originalschauplätzen des Lebens und Leidens Hans Gaertners gedreht. So zeigt er ihn im ehemaligen Ghetto Theresienstadt, im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, im Außenlager Schwarzheide, in seiner Wohnung in Prag und beim damaligen Lebensmittelpunkt der Familie Gaertner in Eppendorf.

Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf & Stadtteilarchiv Eppendorf

Eintritt: frei, Spenden willkommen

Hamburg Klezmer Band – Jiddische Musik, traditionell und modern – Konzert mit Livemalerei von Pavel Ehrlich

17-02-hamburg-klezmer-bandHamburg Klezmer Band – Jiddische Musik, traditionell und modern – Konzert mit Livemalerei von Pavel Ehrlich

Nach dem sensationellen Erfolg der Band zusammen mit dem Livemaler Pavel Ehrlich bei der Woche des Gedenkens 2016, kommen sie 2017 wieder in unser Haus:

Die Hamburg Klezmer Band beherrscht das authentische und traditionsgetreue Spiel, die Seele der Hamburg Klezmer Band aber ist das Erkunden neuer Wege. Aus den verschiedensten Stilistiken entsteht so ein ganz eigener Sound, der das Konzerterlebnis spannend und unverwechselbar macht – eine großartige Mischung aus Tradition und Moderne. Die Mitglieder der Band sind weltweit in verschiedenen musikalischen Projekten aktiv, die tiefgründig die Jiddische Musik und die damit verbundene Kultur erforschen.

Die Band besteht aus dem Violinisten und Komponisten Mark Kovnatskiy, einem der bemerkenswertesten Klezmer-Violinisten Europas, dem Akkordeon-Virtuosen und Arrangeur Stanislav Dinerman sowie dem Tubisten und Musiktheoretiker Mikhail Manevitch. Diesmal wird zusätzlich der Moldawische Schlagzeuger Peza Boutnari dabei sein, der seit 1990 in Deutschland lebt und als Studioschlagzeuger, Schlagzeuglehrer und Musikproduzent tätig ist.

Pavel Ehrlich wird seine begeisternde Livemalerei zeigen, die direkt auf die große Leinwand auf der Bühne übertragen wird. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Arbeiten des ukrainischen Künstlers die Suche nach dem Ursprünglichen, nach dem, was das Leben ausmacht. Er bezieht seine Themen ebenso aus der Mythologie und Religion wie aus dem Leben und zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei ist er in der Lage, mit wenigen Strichen Emotionen, Bewegungen, Charaktere und selbst Musik einzufangen.

Kooperationsveranstaltung mit dem Stadtteilarchiv Eppendorf

Karten online kaufen € 15,-/erm. € 12,-/SchülerInnen € 5,-

Sibylle Kynast – Weltmusik

Sibylle Kynast – Weltmusik
17-02-sibylle-kynast„Wir müssen uns immer wieder die Verbrechen der Nazis vor Augen halten, weil dies das einzige Mittel dagegen ist, dass sich solche Dinge wiederholen können. Wir sehen täglich, dass der faschistische Geist noch längst nicht erloschen ist.“

Diese Worte von Mikis Theodorakis stellt Sibylle Kynast als Motto über ihr Konzert. Zum Gedenken an die Opfer der Shoah singt sie Lieder auf Jiddisch, Hebräisch, Griechisch, Ladino und Lieder der Roma, denn auch die Sinti und Roma waren Opfer des Nationalsozialismus.

Seit den 60er Jahren steht Sibylle Kynast auf der Bühne, damals als Sängerin der ersten Folklore-Gruppe Deutschlands, den ‚City Preachers’ – neben Stars wie Alexandra, Inga Rumpf und Udo Lindenberg. Sie interpretiert ihre Lieder mit dunkler, ausdrucksstarker Stimme und vermittelt Menschen aller Kulturen und Religionen die Botschaft einer weltumspannenden Verbundenheit und leistet so einen Beitrag zur Völkerverständigung, was in diesen unruhigen und kriegerischen Zeiten, in denen Menschen verschiedenster Nationalitäten zu uns kommen, für sie ein besonderes Anliegen ist. Mit ihren Liedern in Ladino, der Sprache, die die Juden im maurischen Spanien gesprochen haben, möchte sie auf eine Zeit aufmerksam machen, in der Juden, Christen und Moslems friedlich miteinander lebten. Gerade im musikalischen Bereich koexistierten diese Kulturen während einiger Jahrhunderte friedlich nebeneinander und gaben damit ein leuchtendes Beispiel für die Möglichkeit eines sich gegenseitig befruchtenden Miteinanders.

Begleitet wird sie von Horst Memmen: Gitarre, Paul Rudolf: Kontrabass und dem rumänischen Geiger Sorin Ferat

Kooperationsveranstaltung mit dem  Eppendorf

Karten online kaufen € 13,-/erm. € 11,-

Ausstellungseröffnung Till Leeser: Displaced Memories – Beunruhigende Verschwommenheit

Woche des Gedenkens
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Till Leeser: Displaced Memories – Beunruhigende Verschwommenheit

Bei Besuchen der Konzentrationslager hatte ich immer das Gefühl von ‚gerade noch eingefangen‘ und ’noch nicht ganz verschwunden‘. So habe ich versucht, die Bilder in diesem Zwischenraum anzusiedeln. Unschärfe, eigentlich ein Fehler in der Fotografie, habe ich zum Stilmittel gewählt. Ich reduziere das Subjekt auf das Wesentliche. Eine Mauer ist nicht mehr nur eine Mauer, sondern auch das, was sie verdeckt, einsperrt, abwehrt oder verhindert. Ich verweigere den klassischen Wiedergabecharakter der Fotografie, ohne ihr Wesen zu beeinträchtigen, immer Teil der Situation zu sein, die sie zeigt. Der Betrachter muss sich mit dem Entzug der Realität zufriedengeben, er muss sie durch Erinnerung ersetzen.

Die Unschärfe ist ein Vorzeichen des Verschwindens. Ein unscharfes Bild lässt das Auge nicht zur Ruhe kommen, es sucht in dem Bild Indizien, die Aufschluss über das Unvorstellbare geben. Sie provoziert die Phantasie, das Unvollständige zu vervollkommnen, sie provoziert Erinnerungen.

Meine Bilder provozieren das Phänomen des sich Erinnerns. Da der Betrachter nicht von der Realität des Abgebildeten vereinnahmt wird, eröffnet sich ihm das, was nicht abgebildet ist. Das Bild füllt sich mit zusätzlichen Dimensionen, und es lassen sich Empfindungen anderer Sinne damit verbinden. Da kein Bild einer Erinnerung dem Erlebnis entspricht, an das sich die Erinnerung knüpft, kommt die Unschärfe dem Erlebnis am nächsten. Sie ist eine Balance zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Ausdruck von Unzufriedenheit und dem Verlangen, anderes zu sehen als üblicherweise.

Der Besuch dieser Orte löst in mir immer ein Gefühl von Trauer aus, das Gefühl, etwas verloren, vergessen oder versäumt zu haben. Es entsteht eine beunruhigende Verschwommenheit. Till Leeser

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 24.3.2017

Kooperationsveranstaltung mit dem Kulturhaus Eppendorf

Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie Barbara Brix im Gespräch mit Oliver von Wrochem

Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie
Barbara Brix im Gespräch mit Oliver von Wrochem
Buchpräsentation, Filmausschnitte und Gespräch
Der stellvertretende Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Oliver von Wrochem stellt an diesem Abend das Buch „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in csm_417_neuengamme_6_1dd8d999a9Gesellschaft und Familie“ vor. Er spricht über den wissenschaftlichen Ertrag für die Täterforschung und die Motivation für die Nachkommen von NS-TäterInnen, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Es werden Ausschnitte aus dem Interview mit Barbara Brix gezeigt, in denen sie über ihre Auseinandersetzung mit NS-Täterschaft in der eigenen Familie und ihre Motivation, sich an dem Buch- und Filmprojekt zu beteiligen spricht.

Stadtteilarchiv Eppendorf/Kulturhaus Eppendorf in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Schnee von Gestern

D / Israel 2013 Dokumentarfilm, 96 min. OmU

Die Geschwister Michla und Feiv’ke sind die einzigen Überlebenden der jüdischen Familie Schwarz aus Wilna. Nach dem Krieg verpassen sie sich am Bahnhof im polnischen Lodsch (Łódź). Jeder denkt, dass er der einzige Überlebende der Familie ist. Beide ziehen einen Strich unter ihre bisherigen Biographien, entscheiden sich für das Leben und gründen eigene Familien. Feiv‘ke unter dem Namen Peter Schwarz in Deutschland ausgerechnet in dem Ort in dem er im Arbeitslager war und seine Schwester Michla in Israel.

Ihren Kindern und Enkeln aber lässt das verpatzte Treffen keine Ruhe.
Möglicherweise ist es wahr, dass Dinge sich an nur einem Tag entscheiden können, dass eine verlorengegangene Botschaft im Jahre 1945 zwischen einem Bruder und seiner Schwester das Leben vieler beeinflussen kann, über Jahrzehnte hinweg.
Ein epischer Dokumentarfilm von der jungen Filmemacherin Yael Reuveny über Familiengeschichten, die vererbt werden wie die Farbe der Augen. Eine persönliche Reise zwischen Israel und Deutschland.

Alle Veranstaltungen zur „Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord“ finden sie unter: http://www.kulturbank-hh-nord.de/wdg/